Fachberatung Trauerfeier

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Bitte stellen Sie einen Antrag

8. März 2010

Nachdem ein Mensch gestorben ist, müssen die Angehörigen eine ganze Reihe von Ämtern und Vertragspartnern benachrichtigen. Die Rente, die GEZ, verschiedene Versicherungen, Zeitungsabos, Bankkonten, Mitgliedschaften in Vereinen und natürlich die Krankenkasse.

 

Ein Mann, dessen Frau verstorben ist, berichtet von einem Telefonat mit der Krankenkasse seiner Frau.

Hotline

„Krankenkasse xy, mein Name ist Maier, was kann ich für Sie tun?“

Herr Müller

„Guten Tag, mein Name ist Müller, ich brauche ein paar Auskünfte, meine Frau ist verstorben…“

Schweigen

Herr Müller

„Hallo, sind Sie am Telefon?“

Hotline

„Jaaaa, worum geht es?“

Herr Müller

„Mein Name ist Müller, meine Frau ist verstorben …“

Hotline

„Da müssen Sie einen Antrag zur Aufnahme ihrer Frau ins Krankenhaus stellen.“

Herr Müller (Name geändert) fragte mich dann, ob ich nicht ein Telefontraining für Mitarbeiter/innen von Krankenkassen über den Umgang mit Hinterbliebenen anbieten könnte. Werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darauf vorbereitet, dass jemand anruft, der den Tod eines Mitglieds der Krankenkasse anzeigt? Ist es so schwer „oh, das tut mir aber leid“, „mein Beileid“  oder „darf ich Ihnen mein Mitgefühl ausdrücken“ zu sagen. Und dann richtig hinzuhören, worum es dem Anrufer geht? Ich aquiriere (bisher) nicht bei Krankenkassen oder Callcentern. Sollte ich aber angefragt werden, biete ich gerne eine entsprechende Schulung an.

(Beitragsbild: Fotolia.com Liv Friis-larsen)

Über die Autorin

Über die Autorin

Birgit Aurelia Janetzky bietet Fortbildungen für Berufsgruppen im Bereich Sterben, Bestattung und Trauer. Sie hält Vorträge und schreibt Artikel für verschiedene Fachzeitschriften. Als Social-Media-Managerin und Expertin für die Themen digitaler Nachlass und Trauer im Internet berät sie Unternehmen und Organisationen, und begleitet Projekte an der Schnittstelle von #Mensch #Tod #Internet.
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