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Besetzen Web-Start-ups die Bestattungsthemen im Internet?

5. Februar 2011

Die Bestattungsbranche ist im Internet zunehmend vertreten. Immer neue Seiten tauchen auf, die sich mit Bestattungen und Trauer beschäftigen. Eine schöne Entwicklung, könnte man meinen. Das Thema Sterben und Tod kommt so aus dem Tabu-Bereich heraus und vervollständigt das Internetangebot zu allen Lebenslagen.

 

Die neuen Bestattungsportale gründen jedoch nicht die Brancheninsider, sondern die PR-Unternehmen und Web-Agenturen. Das Web-Geschäft ist schließlich unabhängig vom Thema der Seite. Da die Bestattungsbranche die Entwicklungen im Internet weitgehend verschläft, versuchen natürlich andere sich diesen Markt zu erschließen. Einen Artikel, der sich kritisch mit dieser Entwicklung auseinandersetzt habe ich bei Förderland gefunden, einer Plattform die „Wissen für Gründer und Unternehmer“ anbietet.

Unter dem Titel „Wie Bestattungen.de den Spagat zwischen Tod und Geld schaffen will“ wird eine ausführliche Recherche und Einschätzung eines neuen Angebotes zum Preisvergleich für Bestattungen geliefert. Die einleitenden Worte sind programmatisch:

„Wer ein Web-Start-up aufmacht, hat mit Anstand meist nicht viel am Hut.“

Und kritisch wird angemerkt:

„Es war übrigens ein geschickter Zug, eine neue GmbH für die Unternehmung zu gründen, denn die Kundschaft hätte bestimmt ziemlich gestaunt, wenn sie „dealjaeger GmbH“ im Impressum gelesen hätte.“

Ein Blick ins Impressum von Förderland löst bei mir allerdings ein „Aha“ aus. Förderland ist eine Marke der marktform gmbh. Ein junges Team von Entwicklern und Beratern aus dem Bereich der Neuen Medien bietet verschiedene Serviceleistungen an: klassische Firmenhomepages, anspruchsvolle CMS und E-Business-Lösungen, Suchmaschinenmarketing, Programmierung etc. – wie der IT-Dienstleister-Guide verrät früher verraten hat (Link nicht mehr gültig).

Was für das besprochene Unternehmen für Bestattungspreisvergleich in der Bestattungsbranche gilt, trifft ebenso auf das besprechende Unternehmen in der Gründerszene zu. Die Web-Agenturen wissen halt, wie das Internet tickt.

Über die Autorin

Über die Autorin

Birgit Aurelia Janetzky bietet Fortbildungen für Berufsgruppen im Bereich Sterben, Bestattung und Trauer. Sie hält Vorträge und schreibt Artikel für verschiedene Fachzeitschriften. Als Social-Media-Managerin und Expertin für die Themen digitaler Nachlass und Trauer im Internet berät sie Unternehmen und Organisationen, und begleitet Projekte an der Schnittstelle von #Mensch #Tod #Internet.
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