Fachberatung Trauerfeier

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Mein Blog im neuen Gewand

10. August 2017

Als vor einigen Jahren angefangen habe zu bloggen, schwebte mir ein weitreichender Blog vor. Grabauf grabab wollte ich spannende Themen und Events aufgreifen, rundum Informationen einfangen und weitergeben, eigene Themen vertiefen. Hintergrundartikel, Hinweise auf Veranstaltungen, Filme und Bücher, kurze Begebenheiten aus meiner Arbeit als Trauerrednerin und Referentin in der Bestattungsbranche. Alle Themen rauf und runter, alles was Bestattung, Trauer und Friedhof so hergeben.

 

Ich begrabe Grabauf-Grabab

Seit ich mit dem Blog gestartet bin, sind acht Jahre vergangen. In der Zwischenzeit habe ich eine Menge über das Internet und das Bloggen dazugelernt. Ich sehe ringsum neue Blogs entstehen, die Themen aufgreifen, die auch mir am Herzen liegen: Trauer und Trauerbegleitung, Hospizarbeit, Veränderungen in der Bestattungskultur, Digitaler Nachlass und reine Trauerblogs betroffener Menschen.

Und – das Internet hat sich seitdem für mich verändert. Am Anfang noch habe ich mich geweigert auf Facebook zu gehen. Inzwischen sehe ich die Vorteile der schnellen Kommunikation und Vernetzung dort. Ich liebe die vielen kleinen witzigen Beiträge und Bemerkungen, ich zeige dort mehr von mir und surfe dort auf dem Grat der Welle, die zwischen Privat und Beruflich nicht immer unterscheidet.

Vieles, was ich in den letzten Jahren auf dem Blog in Beiträge gefasst habe, ist auf Facebook, Xing oder Twitter viel besser aufgehoben. Dort erreiche ich mehr Menschen, dort gibt es die Möglichkeit, kurz zu signalisieren „ich habs’s gesehen“, „gefällt mir“, „interessiert mich“. Kommentare unter einen Blogbeitrag zu schreiben ist für die meisten eine viel größere Hürde. In den sozialen Netzwerken bekomme ich selbst viel eher mit, was überhaupt wahrgenommen wird und meine Leserinnen und Leser interessiert.

 

Jeder Relaunch ist eine Chance

Mit dem Relaunch meiner Webseite „Fachberatung Trauerfeier“ habe ich meinen Blog jetzt in diese Seite integriert. Eine ganze Reihe von alten Beiträgen habe ich gelöscht. Das meiste war nicht mehr aktuell oder die verlinkten externen Webseiten waren nicht mehr erreichbar. Dennoch habe ich viele Beiträge umgezogen. Die älteren Beiträge sind für mich so etwas wie ein Archiv. Anhand der Beiträge kann ich Entwicklungen zurückverfolgen. Eine Menge Arbeit war das, weil die Bilder alle ins aktuelle Format gebracht und in den Pagebuilder übertragen werden mussten. So ist das bei einem Umzug: man mistet aus und schaut, wo die alten Möbel in der neuen Wohnung stehen sollen. Nicht alles verläuft optimal.

 

Die Fachbeiträge bleiben im Blog

Warum ich mich vollständig auf die Sozialen Netzwerke verlege? Auf meinem eigenen Blog habe ich die Hoheit über meine Inhalte. Bei Facebook verschwindet schon mal ein Artikel oder ein Bild, dass in den Facebook-Filtern hängenbleibt. Oder es verschwindet das ganze Profil, weil irgendeiner etwas daran auszusetzen hat.

Auf meinem Blog werde ich mehr Hintergrundartikel schreiben. Ich finde, das Internet ist voll von Appetithäppchen, von denen man aber nicht satt wird. Designtechnisch hübsch anzusehen, aber der Hunger bleibt. Die Recherche kratzt nur an der Oberfläche, der Erkenntnisgewinn ist null bis nichts.

Ich habe mehrere Blogs, die ich regelmäßig lese und von denen ich lerne. Sie alle bieten mir wirklichen Mehrwert. Das führt nicht unbedingt dazu, dass ich selbst die Dienstleistung des Bloggers in Anspruch nehme, aber ich empfehle sie gerne weiter. Nehmen und Geben, ein freundliches Lächeln, Wertschätzung – das erlebe ich dort. Dieses Internet macht Spaß und bringt mich weiter.

Nach dem Umzug habe ich einige gute Vorsätze, die Themenliste ist schon reichlich gefüllt. Verlinkt werden die neuen Beiträge auf Facebook, Twitter und Xing. Wenn Ihnen ein Beitrag Erkenntnisgewinn bringt und Sie zu dem beschriebenen Aspekt satt macht, dann empfehlen sie ihn weiter. Nur so funktioniert es. Mich spornt es an, weiter guten Inhalt zu bieten. Natürlich freue ich mich auch über Kommentare.

(Copyright-Hinweis für das Beitragsbild: © Dean Moriarty/ fotolia.com)

Über die Autorin

Über die Autorin

Birgit Aurelia Janetzky bietet Fortbildungen für Berufsgruppen im Bereich Sterben, Bestattung und Trauer. Sie hält Vorträge und schreibt Artikel für verschiedene Fachzeitschriften. Als Social-Media-Managerin und Expertin für die Themen digitaler Nachlass und Trauer im Internet berät sie Unternehmen und Organisationen, und begleitet Projekte an der Schnittstelle von #Mensch #Tod #Internet.
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