Fachberatung Trauerfeier

BLOG

Meine Top 4 auf der Messe Leben und Tod 2017

2. August 2017

Die Messe Leben und Tod in Bremen steht seit Jahren immer in meinem Terminkalender. Nicht jedes Jahr schaffe ich es, dort hinzufahren. Im vergangenen Mai aber war ich in Bremen, es hat sich gelohnt. Meine Highlights der Messe stelle ich vor, drei Monate danach, doch immer noch aktuell.

 

 

Highlight Eins – die Karrikaturenausstellung

„Tot, aber lustig“ lautet der Titel der Bilderfolge des Karrikaturisten Michael Holtschulte. 30 Bilder der Cartoon-Reihe waren auf der Messe ausgestellt, für einen guten Zweck. Sie waren käuflich zu erwerben, der Erlös ging noch vor Ort an das Kinderhospiz Löwenherz. Zwei der handsignierten Karrikaturen sind jetzt mein Eigentum, sie hängen in meinen Büro. Humor ist beim Sterben und Trauern ein ganz wichtiges Thema. Die Bilder erinnern mich daran, wenn ich in der Vorbereitung eines Seminars oder einer Rede wieder mal tief eintauche in irgendeinen Aspekt des Sterbens oder der Trauer. „Grab to go“ und „Facebook-Beziehungsstatus“ sind meine beiden.

 

Highlight Zwei – Mapapu

Normalerweise gehe ich vorbei an den Ständen mit den diversen Trauerutensilien. Aber diese knuffigen Gestalten finden den Weg zu meinem inneren Kind. Mapapus (MAmaPApaPUppe) sind keine in Massenproduktion hergestellten seelenlosen Puppen, sondern liebevoll gestaltete Puppen, aus Kleidungsstücken genäht. Deshalb gehören sie auch auf diese Messe. Die Kleidungsstücke gehörten einem Menschen, der vielleicht gestorben ist. Aber auch bei Kindern, deren Eltern getrennt leben, kann die Puppe etwas von beiden Elternteilen haben, einen vertrauten Stoff, einen bekannten Geruch. Eine tolle Idee, die die Erfinderin Jennifer Arndt-Lind da hatte.

 

Highlight Drei – Bestattungsspielzeug

Weniger als Spielzeug, sondern mehr als Werkzeug für die Vermittlung von Abläufen einer Kremation oder Beerdigung sehe ich die Bausätze des holländischen Anbieters uitvaartspeelgoed. Aber diese an Lego und Playmobil erinnernden Figuren und Szenarien (Krematorium, Friedhof) können auch in der Trauerbegleitung mit Kindern eingesetzt werden. Sie regen zum Spielen an und vermitteln so einen leichten Zugang zu einem sonst schwierigen Thema.

 

Highlight Vier – klartext! Chatroom

Ein verwaister Messestand? Niemand auf dem Bild? Keineswegs, denn ich hatte ein längeres Gespräch mit den beiden Vertretern des Kinder- und Jugendhospizes Balthasar und des klartext! Angebotes für Kinder und Jugendliche. Form / Chat / Gedenkecke / Beratung / Sorgentelefon – das alles ist auf der Webseite zu finden. Das Team von klartext! ist mit dem Themenbereich Sterben, Tod und Trauer vertraut, da alle schon seit Jahren als (Kinder-) Krankenschwestern, Sozialpädagogen oder Trauerbegleiter im Kinder- und Jugendhospiz arbeiten. Wer sich an klartext! wendet, kann anonym bleiben. Klar, dass die beiden ebenfalls anonym bleiben wollen.

 

Jetzt Messetermin eintragen: 4.-5. Mai 2018

Die Messe findet in 2018 zum neunten Mal statt. Parallel dazu lädt der Fachkongress der LEBEN UND TOD haupt-und ehrenamtlich Tätige aus Hospiz, Pflege und Palliative Care, Seelsorge, Trauerbegleitung oder der Bestattungskultur zum  professionsübergreifenden Dialog ein. Alle Infos dazu gibt es auf der Webseite der Messe Leben+Tod.

Über die Autorin

Über die Autorin

Birgit Aurelia Janetzky bietet Fortbildungen für Berufsgruppen im Bereich Sterben, Bestattung und Trauer. Sie hält Vorträge und schreibt Artikel für verschiedene Fachzeitschriften. Als Social-Media-Managerin und Expertin für die Themen digitaler Nachlass und Trauer im Internet berät sie Unternehmen und Organisationen, und begleitet Projekte an der Schnittstelle von #Mensch #Tod #Internet.
Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Ich freue mich, wenn Sie ihn mit anderen teilen.

Weitere interessante Beiträge