Fachberatung Trauerfeier

BLOG

Wie der Tod dem Leben dient – Buchempfehlung

24. September 2009

Für manche mag der Titel sperrig klingen. Wie soll der Tod dem Leben dienen können, ist er doch oft genug ein unwillkommenens Ereignis. Jemand stirbt, man selbst bleibt zurück und muss mit dem Verlust klarkommen.

 

Das Buch von Thomas Schäfer weitet den Blick. In der systemischen Aufstellungsarbeit steht der einzelne Mensch und sein Schicksal im Zusammenhang mit allen Toten und Lebenden in seiner Familie. In Aufstellungen kann man sehen, wie die Einstellung zu den Toten die Lebenden beeinflusst.

„Das Ehren der Toten bringt für die Lebenden das Leben.“

Dies ist einer der Schlüsselsätze des Buches. Tote Kinder wollen mitgezählt werden. Vergessene Tote wollen gesehen werden. Aus der Trauer um die Verstorbenen wächst die Kraft, sich wieder dem Leben zuzuwenden.

Thomas Schäfer stellt bei den beschriebenen Aufstellungen den Bezug zu alten Volksmärchen her. In verblüffender Weise ist in ihnen die innere Dynamik eines Familiensystems, wie man sie heute in Aufstellungen sehen kann, seit langem beschrieben. Wichtige Aussagen finden sich zu Themen wie Sterbehilfe, Versprechen am Sterbebett oder Organtransplantationen, die in der Aufstellungsarbeit immer häufiger vorkommen.

Wie der Tod dem Leben dient: Abschied und Sterben im Familien-Stellen
Verlag: Droemer/Knaur
240 Seiten, 8,95 €
ISBN-10: 3426874105
ISBN-13: 978-3426874103

versandkostenfrei bestellen: Wie der Tod dem Leben dient

Über die Autorin

Über die Autorin

Birgit Aurelia Janetzky bietet Fortbildungen für Berufsgruppen im Bereich Sterben, Bestattung und Trauer. Sie hält Vorträge und schreibt Artikel für verschiedene Fachzeitschriften. Als Social-Media-Managerin und Expertin für die Themen digitaler Nachlass und Trauer im Internet berät sie Unternehmen und Organisationen, und begleitet Projekte an der Schnittstelle von #Mensch #Tod #Internet.
Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Ich freue mich, wenn Sie ihn mit anderen teilen.

Weitere interessante Beiträge