Das Internet ist heute ein realer Trauerort. Dort werden Erinnerungen geteilt, Abschied genommen, Kontakte informiert – und es bleiben digitale Spuren, die Angehörige oft erst nach dem Tod wirklich bemerken.

Ich unterstütze Sie als Organisation, Team oder Bildungsträger mit Vorträgen und Seminaren dabei, digitale Trauerphänomene fachlich einzuordnen, Risiken zu erkennen und praxistaugliche Handlungswege zu entwickeln.

Trauern im Internet

Was passiert, wenn Trauer digital wird?
Viele Menschen drücken ihre Trauer dort aus, wo sie ohnehin unterwegs sind: in sozialen Netzwerken, in Messenger-Gruppen oder auf Gedenkseiten. In der Timeline taucht zwischen Alltag, Politik und Werbung plötzlich eine Nachricht auf, die „nicht passt“ – Tod und Trauer. Das kann trösten, kann aber auch irritieren.

Wo online getrauert wird

  • Trauerforen
  • Gedenkseiten
  • Soziale Netzwerke
  • Messenger
  • Trauer-Apps
  • Avatare verstorbener Menschen

Themen in Vorträgen und Seminaren:

  • Formen digitaler Trauer: Was hilft Trauernden – und was verschärft Stress, Konflikte oder Scham?
  • Öffentlichkeit & Schutz: Auffindbarkeit, Reichweite, „Wer liest mit?“ und die besondere Verletzlichkeit Trauernder.
  • Gestaltung geschützter Räume: z. B. moderierte/geschlossene Gruppen, anonyme Chats, geeignete digitale Formate.

Nutzen:

  • Sie gewinnen Sicherheit in Sprache und Haltung bei digitalen Trauersituationen (auch bei Unsicherheit im Umfeld: „Was ist passend?“).
  • Sie können Angebote und Settings bewusster wählen – mit Blick auf Schutz, Würde und Trauerprozess.

 

Digitaler Nachlass

Warum das Thema drängender wird
Wenn Menschen sterben, bleiben Profile, Accounts, Abonnements, Webseiten und Daten zurück. Ohne Regelung entstehen verwaiste Profile, ungepflegte Webseiten, Identitätsmissbrauch oder Spam – und Angehörige stoßen auf einen Nachlass, der zunächst unsichtbar und schwer zu überblicken ist.

Worum es konkret geht
Der digitale Nachlass muss zuerst sichtbar gemacht werden: Verträge, Abos, sehr persönliche Informationen und Bilder müssen aus der Fülle der Internetaktivitäten herausgefiltert werden. Erst dann kann entschieden werden, was bewahrt und was gelöscht wird.

Typische Bereiche sind z. B.:

  • Dateien (Dokumente, Bilder, Videos, Präsentationen)
  • Digitale Güter (Musik, Filme, E‑Books, Softwarelizenzen)
  • Kommunikation (E-Mail-Accounts, Postfächer)
  • Soziale Netzwerke & Messenger (z. B. Facebook, LinkedIn, WhatsApp)
  • Bezahlung & Einkauf (Online-Banking, Paypal, Shops)
  • Webseiten (Domain, Blog, Shop)

Themen in Vorträgen und Seminaren:

  • Praktische Herausforderungen: Zugang, Passwörter, Datenmenge, Filter – und typische Stolperstellen.
  • Rechtliche und emotionale Dimensionen: z. B. Fragen rund um Profil-Löschung/Gedenkzustand und der Umgang mit sehr intimen Inhalten.
  • Integration in Angebote/Projekte: Wie digitale Nachlass-Themen in Produkte, Dienstleistungen und Beratung sinnvoll eingebunden werden können.

Nutzen:

  • Sie können Angehörige kompetenter informieren und entlasten, weil Sie typische Fragen und Hürden kennen.
  • Sie stärken Datenschutz, Privatsphäre und Vertraulichkeit im Umgang mit digitalen Spuren Verstorbener.

Virtuelle Unsterblichkeit?

Worum es geht
Bilder, Texte und Profile können nach dem Tod weiter existieren – aber das macht niemanden „unsterblich“. Gleichzeitig entstehen neue Angebote und Diskurse, die mit großen Begriffen arbeiten und bei Betroffenen starke Erwartungen auslösen können. Es ist sinnvoll, sich fachlich damit auseinanderzusetzen: Was bedeuten Hologramme, digitale Avatare und Lifelogging für Erinnerung, Trauer und Abschied?

In Vorträgen und Seminaren bearbeiten wir

  • Einordnung von Narrativen rund um „virtuelle Unsterblichkeit“ (sprachlich, kulturell, ethisch-praktisch)
  • Aktuelle Entwicklungen: Hologramme, digitale Avatare, Lifelogging
  • Entwicklung der Angebote durch Künstliche Intelligenz
  • Folgen für Trauerprozesse: Was kann stützen – was kann binden, überfordern oder Konflikte verstärken?

Nutzen für Ihr Team / Ihre Organisation

  • Sie bekommen Orientierung in einem dynamischen Feld, ohne Technikversprechen unkritisch zu übernehmen.
  • Sie erweitern Ihre Fachlichkeit für Gespräche mit Angehörigen, Kund*innen oder Teilnehmenden, die mit solchen Angeboten in Berührung kommen.

Buchung

Sie können mich für einen Vortrag oder ein Seminar zu den Themen Trauern im Internet, digitaler Nachlass und virtuelle Unsterblichkeit buchen – für Teams, Netzwerke, Bildungseinrichtungen und Unternehmen.

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Birgit Aurelia Janetzky
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